Inklusion gemeinsam gestalten – zuhören, lernen, umsetzen
Podiumsdiskussion in Flammersfeld
Am 24. Februar habe ich in Flammersfeld an einer Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion teilgenommen, zu der der Runde Tisch für Inklusion eingeladen hatte. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie wir die Zukunft der Inklusion an unseren Schulen gestalten können und welche Herausforderungen dabei noch zu bewältigen sind.
Für mich war besonders wichtig: Als Politiker*innen sollten wir bei solchen Veranstaltungen vor allem zuhören. Die Menschen, die täglich in Schulen, Familien und Einrichtungen Inklusion umsetzen, wissen genau, wo es Probleme gibt und wo Verbesserungen notwendig sind.
Politik sollte nicht in erster Linie auftreten, um zu erklären oder zu relativieren. Vielmehr geht es darum, zuzuhören, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Nur so kann Inklusion wirklich gelingen – zum Wohle aller Kinder und Jugendlichen.
Claudius Spahr
(Direktkandidat Wahlkreis 2 Altenkirchen)
Unsere Infostände
für die Landtagswahl 2026
1. Infostand in Altenkirchen:
donnerstags am 05.03, 12.03 und 19.03.2026
von 09:00 bis 12:00 Uhr in der Fußgängerzone.
2. Infostand in Betzdorf:
freitags am 06.03, 13.03 und 20.03.2026
von 09:00 bis 12:00 Uhr in der Fußgängerzone.
3. Infostand in Daaden:
samstags am 07.03, 14.03 und 21.03.2026
von 10:00 bis 14:00 Uhr vor dem Edeka Daaden.
Politikgespräch bei der IHK Koblenz:
Wirtschaft stärken - fair, nachhaltig und sozial
Im Rahmen eines Politikgesprächs bei der IHK Koblenz haben wir uns mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung zu zentralen Herausforderungen im Kreis Altenkirchen ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die Themen Bürokratieabbau, die Entwicklung von Gewerbeflächen, sowie verkaufsoffene Sonntage.
Bürokratie: Schutz vor Willkür und Grundlage für Vertrauen
In der Debatte um Bürokratie wird häufig ein einseitiges Bild gezeichnet.
Für uns ist klar:
Bürokratie in Wirtschaft und Verwaltung ist nicht per se ein Hindernis, sondern erfüllt eine wichtige Schutzfunktion - insbesondere für Beschäftigte. Sie sorgt für Kontrolle, Transparenz und Nachprüfbarkeit und schützt damit vor Willkür.
Gleichzeitig gilt: Dort, wo Verfahren unnötig kompliziert, widersprüchlich oder ineffizient sind, müssen sie selbstverständlich überprüft und verbessert werden. Ziel muss es sein, Abläufe praxistauglich und verständlich zu gestalten, ohne soziale und rechtliche Standards zu gefährden. Dafür braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Politik.
Gewerbeflächen: Kommunen stärken, Umwelt schützen
Eine aktuelle Umfrage der IHK zeigt, dass für viele Unternehmen im Kreis Altenkirchen neue Gewerbeflächen angesichts veränderter globaler Handels- und Lieferketten von großer Bedeutung sind. Wir sind überzeugt: Starke kommunale Verwaltungen sind hier die richtige Entscheidungsebene und können aktiv zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen.
Dabei dürfen jedoch Umwelt- und Naturschutz nicht aus dem Blick geraten. Wirtschaftliche Entwicklung und ökologische Verantwortung müssen zusammen gedacht werden. Ebenso wichtig sind eine gute Verkehrsinfrastruktur und der intelligente Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs.
Darüber hinaus ist bezahlbarer Wohnraum ein entscheidender Standortfaktor - insbesondere für Beschäftigte und Auszubildende. Wer Fachkräfte halten und gewinnen will, muss dafür sorgen, dass Menschen im Kreis auch gut und bezahlbar wohnen können.
Für gleiche Chancen und gegen Ausgrenzung
Ein starkes wirtschaftliches Umfeld braucht auch ein starkes gesellschaftliches Fundament. Für uns ist selbstverständlich: Alle Menschen müssen unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Namen gleichwertig behandelt werden und faire Chancen erhalten. Rassismus und Nationalismus treten wir auf allen Ebenen entschieden entgegen.
Verkaufsoffene Sonntage: Schutz der Beschäftigen ernst nehmen
Unsere Position zu verkaufsoffenen Sonntagen ist klar: Das Wochenende dient der Erholung. Eine Ausweitung der Anzahl verkaufsoffener Sonntage lehnen wir ab.
Im Gespräch mit Einzelhändler*innen wurde jedoch deutlich, dass es vielen nicht um mehr Sonntagsöffnungen geht, sondern um eine flexiblere Ausgestaltung der bestehenden Regelungen - insbesondere im Dezember während des Weihnachtsgeschäfts und angesichts unterschiedlicher Regelungen im Dreiländereck. Darüber sollte sachlich gesprochen werden.
Für uns gilt deshalb: Die Interessen der Beschäftigten, sowie Ihre Mitbestimmungsrechte müssen im Mittelpunkt stehen. Wirtschaftliche Flexibilität darf nicht auf Kosten von Gesundheit, Familie und sozialer Teilhabe gehen.
Fazit: Dialog fortsetzen - gemeinsam Lösungen finden
Das Gespräch bei der IHK Koblenz hat gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik und Wirtschaft ist. Nur so lassen sich tragfähige Lösungen entwickeln, die wirtschaftliche Stärke, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung miteinander verbinden. Diesen Dialog wollen und werden wir fortsetzen.


